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Olaf Posdzech
op@engon.de

Herzlich willkommen

(2008) 1. Juli 2013
Stabilisierung am kraniozervikalen Übergang (ohne Knocheninterponat)
Stabilisierung am kraniozervikalen Übergang

Nackenschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Sehstörungen, Augenflimmern, Tinnitus, brennende oder ziehende Hinterkopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Störungen der Wachheit, Störungen der Gedankenklarheit, Wahrnehmungsstörungen, Störungen des ich-Empfindens. Zugrunde liegt möglicherweise ein Instabilitätsproblem der Halswirbelsäule. Diese Website ist für Ärzte, sowie Betroffene und Angehörige von Instabilitäten der Halswirbelsäule ins Leben gerufen worden.

Für Patienten, Angehörige und Ärzte

Herzlich willkommen auf kopfgelenke.org. Diese Website befasst sich eingehend mit Instabilitäten  der Halswirbelsäule.
Symptome sind:
  • Brennende Hinterhauptschmerzen
  • Nicht zwangsläufig, dennoch regelmäßig: Nackenschmerzen
  • Sehstörungen, Sternchensehen, Mouches volantes, plötzliche temporäre Blindheit (z.B. nachts aufschreckend, …)
  • Bewußtseinststörungen, Bewußtseinstrübung “Wahrnehmung und Rezeption des Lebens wie mit Trabi auf fünfspuriger Autobahn”
  • Störungen der Wachheit “ich bin nicht mehr richtig da”
  • Ohrgeräusche, Tinnitiden
  • Störungen des Ich-Empfindens (ich fühle mich, wie “gestorben”, wie “tot”, “nicht mehr da”, “ich kann nicht mehr folgen”)
  • Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen, Synkopen
  • Atemtetanie, Atemstörungen
  • Depression
  • Körperliche Vernachlässigung
  • Panikattacken, Angsstörungen, generelle Verstörung
Diese Symptome entstehen, wenn die Integrität, d.h. die Intaktheit der Zwischenwirbelgelenke, der Gelenkkapseln und Bänder der Halswirbelsäule aufgrund von Verletzungen, Einrenkmaneuver oder durch Medikamentnebenwirkungen oder auch autoimmunologisch beschädigt ist. Dadurch können sich kaum merklich oder auch deutlich merklich einzelne Halswirbel gegeneinander verschieben und dabei die gehirnversorgenden Arterien durch die knöchernen Vorsprünge der Halswirbelsäule verengen oder verschließen. Das kann sowohl beim wachen Menschen, jedoch insbesondere bei tiefer Entspannung (im Schlaf) geschehen.
Bei traumatischen Rupturen (Rissen) von Gelenkkapseln und Bändern der Halswirbelsäule vergehen Tage oder Wochen, bis die initiale Symptomatik ausbricht, denn traumatische Ereignisse führen zunächst zu gesteigerten Muskeltoni. Das bedeutet, der Körper versucht nach Unfällen oder Einrenkmaneuvern zunächst durch muskuläre Aktivierung die desintegrierten Gelenkenden aufeinanderzupressen. Häufig erleben Betroffene erst, nachdem die Akutheilung defektiv abgeschlossen ist, ein unkontrollierbares Auseinanderdriften von einzelnen Halswirbeln gegeneinander.
Die Halswirbelsäule wird beim Gesunden Menschen von sehr präzise funktionierenden Zwischenwirbelgelenken (Kapseln) und sehr komplexen Kopfgelenksbändern zusammengehalten. In einem knöchernem Kanal der Halswirbel verläuft paarig die lebenswichtige Arteria vertebralia, die den Hirnstamm, das Kleinhirn, Zwischenhirn und Mittelhirn (mit Bewußtsein) versorgt.
Entsteht durch traumatische Einflüsse (Beschleunigungstrauma, Auffahrunfälle, Einrenkmaneuver oder auch medikamentös durch gyrasehemmende Antibiotika) eine Instabilität oder Risse (Spontanrupturen) der Zwischenwirbelgelenkkapseln und/oder Bänder der Kopfgelenke, kann es zu wiederholtem unkontrollierem Auseinanderdriften der Gelenketagen der Halswirbelsäule kommen und dabei die lebenswichtige Arteria vertebralis gequetscht werden oder auch durch ein einseitiges Verdrehen die Arteria carotis interna gequetscht werden.
Solche Verletungen heilen wie alle Bänderverletzungen nicht immer ab. Sind die Faserenden nicht mehr beieinander, kommt es nicht mehr zum Zusammenwachsen. Folgen sind lebens- und lageabhängig passagere Durchblutungsstörungenmit reversiblen bis schweren und schwersten bleibenden Hirnschäden aufgrund diffuser Minderperfusion (Minderdurchblutung) des Gehirns. Bei typischen Schlaganfällen kommt es zum totalen Verschluß von Hirngefäßen mit eindeutiger Symptomatik. Bei Minderperfusion aufgrund beschriebener Problematik kommt es jedoch mehrheitlich zu hypoxischen diffusen Schäden, die klinisch kaum erkannt werden und häufig Patienten als psychisch Kranke erscheinen lassen.
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Eine Zerreißung von Gelenkkapseln und Bändern der Halswirbelsäule ist sehr schwer diagnostizierbar und bleibt häufig selbst bei wiederholter universitärer Diagnostik durch verschiedene Spezialisten verborgen, da der Körper versucht, durch Tonussteigerung die zerrissenen Gelenkenden aufeinanderzupressen. Somit bleiben Röntgen-, MRT oder CT-Untersuchungen regelmäßig ohne Befund. Bei diesen Instabiliätsmustern der Halswirbelsäulengelenke handelt es sich nicht um Bandscheibenvorfälle, bei denen periphere Nerven geschädigt werden, sondern um Störungen der Versorgung des Gehirns.
Instabilitätsverletzungen der Halswirbelsäule und der Kopfgelenke haben häufig massive Auswirkungen auf Betroffene, weil Ärzte oft nicht in der Lage sind, diese Verletzungen zu erfassen. Liegt ein solcher Gelenkverlust, bzw. Gelenkversagen vor, kann in nicht reproduzierbaren Situationen (wiederholt) die Blutzufuhr des Gehirns durch Verschiebung der Gelenkenden gegeneinander gedrosselt oder unterbunden sein (Okklusion, Kinking, sowohl Vertebralarterie als auch Vena jugularis) und selbst wenn die Drosselung oder der Verschluß nur kurze Zeit andauert, kann eine längerfristige Gehirnbeeinträchtigung, ein diffuser Hypoxieschaden eintreten, der auch von Neurologen unerkannt und als CFS, neurotisch, depressiv oder als Angsterkrankung fehlinterpretiert wird, da oft bei diffusen Perfusionsstörungen keine isolierten Infarzierungen erkennbar sind.
Es sind häufig zermürbende Verletzungen weil permanent Gefahr durch Verschiebung, beispielsweise während des Schlafs, droht. Z.B. wachen einige Patienten nachts mit Atemregulationsstörungen, Arrhythmien, mouches volantes auf oder fühlen sich bewußtseinstrüb oder selbstentfremdet und verängstigt, regelmäßig mit Tinnitiden und Sehstörungen (Kortikaler Blindheit/Beeinträchtigung).
Patienten suchen immer wieder Notambulanzen auf, wobei die Verletzungen im Regelfall verborgen bleiben. Sicherlich hält das Bindegewebe trotz gerissener Bänder das Gefüge in moderatem Maße zusammen, aber insbesondere Haltungsschäden wie Skoliosen, segmentale Kollapse, Anterior Pelvic Tilt und Forward Head Posture führen zur Vorverlagerung der oberen Thoraxapertur mit Treppenbildung der Halswirbelsäule und Kraftvektoren, die den Zustand dramatisieren.
Die Diagnostik gestaltet sich schwer. Bei manchen Patienten wäre am ehesten ein Glukose-PET zur Darstellung eines Minderstoffwechsel zur Erhärtung des Verdachts vorausgegangener Hypoxien in der Lage. In manchen Fällen gelingt ein Angiogramm bei funktioneller Auslenkung der Gelenke. Am sinnvollsten erscheint jedoch die logische Schlußfolgerung “haltungsabhängig, aufgrund des nicht willkürlich beeinflußbaren Muskelhartspanns jedoch nicht reproduzierbar, also nach bestimmen Haltungen (Schlaf, etc) erlebt der Betroffene erhebliche Beeinträchtigungen seines Wohls.
Radiologisch sind vorzugsweise unilaterale/asymmetrische Provokationsaufnahmen nach Gabe von Muskelrelaxantien zur Darstellung des Gelenkversagens das Mittel der Wahl. Zum Beispiel Röntgen AP durch geöffneten Mund, bei Seitneigung des Kopfes. Dabei sollte versucht werden, überlagerungsfrei die Densspitze in Beziehung zur Schädelbasismedianlinie darzustellen. Lenkt die Densspitze aus der konfluativ gedachten Medianebene, wie sie das Ligamentum apicis dentis fixieren sollte, gilt dies als Hinweis auf eine Ruptur der axiookzipitalen (inbs. der occipitoaxialen) Verbindung. Auch das einseitige oder beidseitige Herausdriften der Atlasquerfortsätze im Verhältnis zum Hinterhauptbein ist als Zeichen einer Ruptur der lateralen atlantookzipitalen Gelenke zu werten. Eine häufiger abgebildete Verletzung ist die Ruptur des Atlantodentalgelenks mit Weitung des Gelenkspaltes. Die zuvor genannte Verletzung kann durch Rotation des Atlas gegenüber der Hinterhauptschuppe auch ohne Verletzung des Atlantodentalgelenks (und Ligamentum transversum atlantis) verstanden werden. Generell gilt: Rupturen von Zwischenwirbelgelenken und Bändern der Halswirbelsäule bedürfen Provokationsaufnahmen, bei denen versucht wird ein Auseinanderdriften von Gelenkenden hervorzurufen (Sandberg, Dvorak, …).
Ein weiteres Muster stellt der Segmentkollaps, die anguläre Kyphose dar. Insb. bei Treppenbildung, bei Vorliegen einer Forward Head Posture kann bei Zerreissung eines Zwischenwirbelgelenks ein isolierte Dekompensation auftreten. Je nach Lokalisation können unter bestimmten – kaum kontrollierbaren Bedingungen, passagere Durchblutungsstörungen (Zufluß oder Ablfluß, Arteria vertebralis, Vena jugularis) oder vollständige Verlegungen auftreten, durch knöcherne Kompression/Stenose oder durch Auseinanderdriften. Wiederholt zeigte sich erst im Verlauf einer chirurgischen Intervention bei massivem Verdacht und großem Leidensdruck, daß Zwischenwirbelgelenke nicht mehr im Festen verbunden waren.
Therapeutisch sollte bei Instabilitätsverletzungen der Halswirbelsäule breit gedacht werden. Mittel der Wahl bei chronischen Instabilitätssymptomen ist wohl die Chirurgische Stabilisierung der Halswirbelsäule durch dorsale oder dorsoventrale Stabilisierung (Chirurgische/Operative Traumatologie, M-Platte, Stabsysteme (Axon, Neon, …).
Zudem sollte durch intensive Physiotherapie der hinteren Oberschenkelmuskulatur und des Gluteus maximus das Ausmaß einer Hüftvorkippung reduziert werden und die Kräfteverhältnisse des Skelettapparats positiv beeinflußt werden. Durch Training von Erector spinae und und der Schulterblattadduktoren/-depressoren kann die Zugbelastung durch Levator scapulae und der oberen Trapeziusmuskulatur auf die HWS etwas verringert werden.
Als Übungen sind zu erwähnen:
  • Yoga Pidgeon Posture
  • Hip Thrusts
  • Scarescrows
  • ggf. Romanian Chair zur Stärkung der gesamten dorsalen Kette
  • Dips (ohne Shrugs)
  • Face Pulls
  • Good Mornings
  • Romanian Deadlifts
Ob dadurch gerissene Gelenke wieder Integrität erhalten sei dahingestellt. Jedoch birgt eine Normalisierung des Skelettes für weitere Behandlungskonzepte großen Nutzen. In minderschweren Fällen, (wenn keine Totalrupturen vorliegen) kann zusammen mit ggf. Änderung von schädigendem Alltagsverhalten, z.B. prolongiertem Sitzen, Tastaturgebrauch (führt zu Schulterprotraktion, da Tastaturen zu schmal für den Menschen konzipiert sind), möglicherweise Linderung erreicht werden.
Ein weiteres Behandlungskonzept stellt die Proliferationstherapie dar. Dabei werden Entzündungsreaktionen und Einblutungen hervorgerufen, um Heilreaktionen neu anzustoßen. Ob bei kraniozervikalen Verletzungen die Proliferationstherapie nützlich ist, kann ich nicht bewerten, in diesem Fall sollte abhängig von subjektivem Leidensdruck ggf. über eine Instrumentierung (dorsoventrale Versteifung) nachgedacht werden, auch auf Verdacht hin und mit psychologischer Begleitung. Und es sollten großzügig Gelenke eingebunden werden, da ein nicht eingegliedertes Gelenk mit Gelenkversagen weiterhin oder sogar noch mehr Beschwerden hervorrufen kann.
Mir liegen ca. 1500 Patientenanamnesen mit Instabilitätsverletzungen der HWS vor, die außerordentliche strukturelle und erzählerische Übereinstimmungen aufweisen – es gibt mehr oder weniger die typische Patientengeschichte.
Ein Aspekt dieser Website gilt der ausführlich Betrachtung und Darstellung des Aufbaus und der Struktur der Halswirbelsäule, insbesondere der Gelenksysteme, der Bänder und Gelenkkapseln, die die Halswirbelsäule im Festen verbunden zusammenhalten.
Im weiteren werden wir über Symptome bei vorliegenden Instabilitätsverletzungen sprechen und mögliche Untersuchungen, die Aufschluß über Verletzungen insbesondere im Bereich der Kopfgelenke geben können, aufzeigen. Abschließend kommt die Sprache auf Therapiemöglichkeiten bei Kopfgelenksverletzungen oder Kopfgelenkserkrankungen.
Viele Patienten konsultieren etliche Ãrzte, ohne die notwendigen Untersuchungen und die notwendige Begleitung zu erhalten. Zu diesem Zweck wurde diese Website ins Leben gerufen.
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Ich hoffe, Ihnen mit diesem Angebot etwas weiterhelfen zu können, ob Sie nun als Betroffener, Angehöriger oder als Arzt auf meine Website kommen.
Die Halswirbelsäule von vorn title_hws_median.jpg title_hws_posterior.png
 
Newt Stegemann
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Rekonstruierte Seite beruht auf der Fassung vom 2 Jul. 2015 05:35:58 UTC
OP 2017: Absätze und Textformatierungen eingefügt, um die Lesbarkeit zu verbessern.
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